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Pensionsversicherungsanstalt: Eigene Einrichtungen stehen für medizinische Höchstleistungen


Obmann Anderle: Eigene Gesundheitseinrichtungen der Sozialversicherungsträger erbringen unverzichtbare medizinische Höchstleistungen


„Beim Leistungsangebot der Sozialversicherungen stehen die Menschen und ihre medizinischen Bedürfnisse an oberster Stelle und nicht die Aussicht auf finanzielle Gewinne, wie das bei Privaten der Fall ist.“ reagierte der Obmann der Pensionsversicherungsanstalt auf diverse Empfehlungen, die eigenen Einrichtungen der Sozialversicherungen aus Kostengründen an private Betreiber zu verkaufen oder auszugliedern.

 

Anderle präzisiert: „Wir bieten in unseren Einrichtungen Spezialleistungen für Menschen mit medizinisch schweren und komplexen Leiden an, wie sie am privaten Markt wegen zu geringer Renditeaussicht gar nicht angeboten werden. Wer also verkündet, dass der private Betrieb der Gesundheitseinrichtungen billiger wäre, weil sich die Preise am Markt orientieren würden, muss sich fairerweise auch dazu bekennen, dass sich dann das medizinische Angebot nicht mehr an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientiert, sondern nur mehr daran, ob sich ein finanzieller Gewinn erzielen lässt oder nicht.“

 

Obmann Anderle erinnert gleichzeitig, dass die Sozialversicherungen und private Gesundheitseinrichtungen bereits jetzt schon sehr umfangreich kooperieren und die Mehrzahl der Gesundheitsdienstleistungen, die von der Sozialversicherung bezahlt werden, durch private Vertragspartnerbetriebe erbracht werden. Allein in den Bereichen der Rehabilitation und der Gesundheitsvorsorge/Kur wurden im Jahr 2016 insgesamt rund 190.000 Heilverfahren auf Kosten der Pensionsversicherungsanstalt durchgeführt. Davon wurden rund 84 % bzw. rund 159.000 in Vertragseinrichtungen erbracht.

 

Die Pensionsversicherungsanstalt bietet in ihren Eigenen Einrichtungen aktuell auch zahlreiche Spezialisierungen an, wie beispielsweise für Patient/-innen nach Amputationen zur Prothesenversorgung, Patient/-innen mit COPD Stadium Gold IV oder mit schweren Ko-Morbiditäten, Patient/-innen im Bereich Hämato-Onkologie, Patient/-innen nach Organtransplantationen (Herz, Lunge, Nieren), Patient/-innen mit einem sogenannten Kunstherz oder Patient/-innen mit schwerem Übergewicht nach Magenbypass-OP.

 

Obmann Anderle ergänzt abschließend: „Dass diese besonderen medizinischen Leistungen auch mehr als „normale“ Leistungen kosten können, liegt in der Natur der Sache. Das lohnt sich aber allemal, wenn man beispielsweise sieht, wie Menschen ihre Reha in unseren Einrichtungen in einem ganz schlechten gesundheitlichen Zustand antreten und wie sie nach einer besonderen mehrwöchigen Betreuung bei der Entlassung wieder bereit sind, in ihr alltägliches Leben und ihren Beruf zurückzukehren.“

 

Über die Pensionsversicherungsanstalt

Die Pensionsversicherungsanstalt ist Österreichs größter Sozialversicherungsträger und betreut rund 3,2 Millionen Versicherte, zahlt über 1,9 Millionen Pensionen aus und verwaltet ein Budget von 36,2 Milliarden Euro. Sie betreibt 15 stationäre und 2 ambulante Gesundheitseinrichtungen. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beläuft sich österreichweit derzeit auf rund 7.000.


Zuletzt aktualisiert am 11. April 2017