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Pensionsversicherungsanstalt / Anderle: „In den letzten Jahren viel erreicht“


PVA-Obmann Anderle zieht anlässlich der vorzeitig beendeten Amtsperiode Bilanz.

Im Rahmen der letzten Generalversammlung der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) am 19. Dezember zog der scheidende Obmann Manfred Anderle Bilanz über die vergangenen Jahre. „Es konnte viel erreicht werden und die Zeit war von vielen wichtigen Entwicklungen geprägt“, betonte Anderle. „Im Mittelpunkt der Arbeit standen stets die Menschen - unsere Versicherten sowie die Pensionistinnen und Pensionisten, für die viel Positives erreicht werden konnte. Viele dieser Entwicklungen hat auch die Selbstverwaltung mit ihren Entscheidungen auf den Weg gebracht.“ 

Anderle hob etwa die vielen Verbesserungen im medizinischen Bereich hervor. „Mit dem Masterplan Rehabilitation konnte eine Vielzahl von Maßnahmen, die Menschen länger in Beschäftigung halten, bereits umgesetzt werden“, so Anderle, der in diesem Zusammenhang an den RehaJET® erinnert, der erstmals eine Verknüpfung von medizinischer und beruflicher Rehabilitation ermöglicht. Mit der psycho-kardiologischen Rehabilitation, die derzeit erprobt wird, gibt es in Österreich erstmals eine Methode, die Menschen nach einer schweren Herzerkrankung und damit verbundenen psychologischen Problemen unterstützt. „Durch diese und viele andere Maßnahmen hat die PVA bewiesen, dass sie zu den Innovationsträgern in diesem Bereich zählt“, betonte Anderle. Mit der Ablöse der Kur durch die Gesundheitsvorsorge Aktiv wurde auch dieser Bereich modernisiert und an das heutige medizinische Wissen angepasst.

Im Bereich der Pensionen galt es eine Vielzahl von Gesetzen umzusetzen. Die jährlichen Pensionserhöhungen, die Heimopferrente oder die erst kürzlich beschlossene Möglichkeit der abschlagsfreien Pension konnten gut administriert werden. „Auch wenn es einfach klingt, sind Pensionserhöhungen mit viel Aufwand im Hintergrund durchzuführen. Das größte Lob ist aber, wenn dies reibungslos umgesetzt wird und sich die Pensionistinnen und Pensionisten gut beraten fühlen. Und das ist immer gelungen“, so Anderle. 

Zum jüngsten Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zum Sozialversicherungs-Organisationsgesetz hält Anderle fest, dass das Erkenntnis selbstverständlich zu akzeptieren ist. „Als Arbeitnehmervertreter hätte ich mir allerdings einen anderen Ausgang gewünscht. Durch die Ablöse des Vorstandes und der Generalversammlung geht man in der Pensionsversicherung damit von einem Prinzip ab, das sich in den vergangenen mehr als 70 Jahren bewährt hat. Seit damals bis zum 31. Dezember 2019 bestand der Vorstand und die Generalversammlung zu 2/3 als Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern. In den damaligen Überwachungsausschüssen, der heutigen Kontrollversammlung, war dieses Verhältnis umgekehrt“, sagte Anderle.

„Die Pensionsversicherungsanstalt ist gut aufgestellt und ein wichtiger Pfeiler der sozialen Sicherheit in Österreich. Fast zwei Millionen Pensionistinnen und Pensionisten sowie 3,5 Millionen Versicherte haben sich in den letzten Jahren auf die PVA verlassen können. Und das alles bei einem Verwaltungsaufwand von weniger als 0,9 Prozent des Budgets“, resümiert Anderle.

Zuletzt aktualisiert am 20. Dezember 2019