DRUCKEN

Pensionsversicherungsanstalt: Jahresbericht 2019 angenommen

Jahresbericht 2019

Höchststand bei Versicherten und Pensionen und gute Entwicklung der Beitragseinnahmen im Jahr 2019

Im Rahmen der Hauptversammlung der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) am 11. September 2020 wurde der Jahresbericht 2019 mit dem Rechnungsabschluss beschlossen.
Mit durchschnittlich 1,98 Millionen pro Monat stieg die Zahl der ausgezahlten Pensionen auch im Jahr 2019. Gegenüber dem Jahr 2018 ist die Zahl damit um rund 25.000 oder 1,3 Prozent gestiegen. Gleichzeitig hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der Pflichtversicherten erhöht. Mehr als 3,46 Millionen Menschen waren im Jahr 2019 pflichtversichert, ein Anstieg um 1,9 Prozent gegenüber dem Jahr davor.

Bundesbeitrag gesunken

Der Bundesbeitrag betrug im Jahr 2019 3,707 Milliarden Euro. Damit gab es eine Verringerung von 63 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2018. Dies liegt an der positiven Entwicklung der Beitragseinnahmen, die auf Grund der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2019 um 5,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2018 gestiegen sind.
Insgesamt betrugen die Gesamtaufwendungen der PVA im Jahr 2019 39,5 Milliarden Euro. Der größte Teil mit 33,095 Milliarden Euro entfiel dabei auf die Aufwendungen für Pensionen. Die Beiträge der Versicherten machten im selben Zeitraum 32,893 Milliarden Euro aus. Der überwiegende Teil der Pensionsausgaben konnte also durch die Beiträge der Versicherten selbst abgedeckt werden.

Großer Unterschied zwischen Frauen- und Männerpensionen

Die durchschnittliche Pensionshöhe aller Pensionen ist im vergangenen Jahr um knapp 40 Euro gestiegen und betrug 1.195,41 Euro. Weiterhin hoch ist allerdings der Unterschied zwischen der Höhe der Pensionen von Frauen und Männern. Während die durchschnittliche Pension 2019 bei Männern 1.555,28 Euro betrug, lag diese bei Frauen bei 973,24 Euro. „Man kann hier nur eindringlich vor der Falle Teilzeitarbeit warnen, die einen starken Einfluss auf die spätere Pensionshöhe hat“, erläutert Generaldirektor Dr. Winfried Pinggera.

Verwaltungsaufwand weiterhin auf sehr niedrigem Niveau

Wie auch schon 2018, blieb der eigene Verwaltungsaufwand auf sehr niedrigem Niveau. Dieser betrug im Jahr 2019 exakt 0,79 Prozent des Gesamtaufkommens. „Damit zeigt die PVA, dass es ein sparsames und effizientes System ist, das die Gelder in Leistungen für Versicherte und Pensionistinnen und Pensionisten investiert“, betonen Generaldirektor Pinggera und der geschäftsführende Obmann, Andreas Herz, MSc.

Vorreiter bei medizinischer Rehabilitation

„Neben der Durchführung der gesetzlichen Aufgaben im Bereich der Pensionen, bewies die PVA auch im Jahr 2019 ihre Vorreiterrolle in der medizinischen Rehabilitation. Mit der Etablierung einer erstmalig in Österreich angebotenen psychokardiologischen Rehabilitation im Rehabilitationszentrum Felbring und einer stationären multimodalen Schmerztherapie im Rehabilitationszentrum Bad Schallerbach wurden zwei neue Projekte gestartet. Nicht zuletzt stellten die PVA und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in den herausfordernden letzten Monaten ihre Bedeutung für das österreichische Gesundheits- und Sozialsystem unter Beweis“, betont Herz.


Der Jahresbericht 2019 der Pensionsversicherungsanstalt steht unter www.pensionsversicherung.at/Jahresbericht_2019 (11.7 MB) zur Verfügung.

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2020